Wanderung Kneispermühle-Walhalben

Am Sonntag den 09.08.2020 treffen wir uns zur einer schönen Wanderung Kneispermühle-Walhalben.

Treffpukt 10:00 Uhr DGH Martinshöhe, fahrt nach Walhalben. Die Wanderstrecke beträgt ca. 7 km und wird geführt von dem erfahrenen Wanderführer Heinz Jürke. Anschliessend Einkehr Kneispermühle wo wir nach den Coronaregeln angemeldet werden.
Wir wünschen uns alle einen schönen Tag und freuen uns auf viele Mitwanderer.


Nächster Seniorenwandertag 19.08.2020


Robinie ist Baum des Jahres 2020 Robust, wunderschön blühend und auch umstritten: Die Robinie hat eine Auszeichnung bekommen.

Die Robinie ist der Baum des Jahres 2020. Mit zarten Fliederblättern und duftend weißen Blüten sei die Baumart ein schöner Farbtupfer in Deutschlands Parks, Gärten und Wäldern, teilte die Stiftung Baum des Jahres mit.

Die nahezu unverwüstliche Robinie sei hier ursprünglich aber nicht heimisch und könne andere Pflanzen verdrängen. Deshalb erhitzt sie der Stiftung zufolge die Gemüter von Naturschützern, Städteplanern und Forstleuten. Dennoch könne der umstrittene Baum ein Hoffnungsträger im Klimawandel sein.

 

Robinie stammt aus Nordamerika

 

Eine Robinie (Robinia pseudoacacia) kann bis zu 25 Meter hoch und mehr als 100 Jahre alt werden. Sie liebt viel Licht. Besonders auffällig sind die Bäume in ihrer Blütezeit zwischen Mai und Juni. Dann hängen duftende Schmetterlingsblüten traubenförmig an ihren Zweigen. Charakteristisch sind aber auch ihre rotbraunen Dornen. Das Holz der Robinie ist biegsam und wird im Möbel- und Schiffsbau verwendet. Für Gartenmöbel gilt das witterungsbeständige Robinienholz als gute Alternative zu Tropenhölzern. Zu Hause ist die Baumart ursprünglich in Nordamerika westlich des Mississipi.

 

Ab dem 17. Jahrhundert machte der Baum Karriere und avancierte zu einem beliebten Hingucker in Europas Park- und Gartenanlagen. Die ersten Robinien in Deutschland wurden wohl 1670 im barocken Lustgarten des Berliners Stadtschlosses gepflanzt. In deutschen Wäldern kommt die Baumart bis heute eher selten vor.

 

Robinien-Wälder im Osten

 

Ausnahmen sind Brandenburg und Sachsen-Anhalt mit ganzen Robinienforsten. Da die Baumart eine gute Abwehr gegen Salz und Luftschadstoffe hat, ist sie heute auch als Allee- und Straßenbaum im Kommen. Die Robinie gilt als Meisterin im Besiedeln karger Böden. "Das Geheimnis ihres Erfolges steckt unter der Erde", erläuterte die neue Deutsche Baumkönigin Charlotte Baumann.

 

Bakterien, die an der Wurzel lebten, fixierten Stickstoff aus der Luft. Dieser reichere sich dann im Boden an. Pflanzen, die es stickstoffarm mögen, gehen daher in der Nähe von Robinien ein. Robinien stehen deshalb auf der Liste der invasiven Baumarten. Sie dürfen nach Angaben der Stiftung nicht mehr ohne Genehmigung in freier Natur gepflanzt werden, damit sie nicht in die Nähe von Schutzgebieten mit stickstoffarmen Böden kommen. Die Blüten der Robinie sind nicht nur bei Bienen beliebt, sie lassen sich ähnlich wie Holunderblüten auch in Limonade oder Gelee verwandeln.

 

Die Rinde, aber auch die reifen Samen und Blätter sind für Menschen allerdings giftig. Für Pferde kann Robinienrinde sogar tödlich sein. Die eiweißreichen Blätter sind für Rehe, Ziegen, Rinder und andere Wiederkäuer dagegen eine Delikatesse.Die Stiftung Baum des Jahres informiert seit rund 30 Jahren die Öffentlichkeit über verschiedene Baumarten.

 

 

 


Turteltaube ist Vogel des Jahres 2020

Sie ist ein Symbol der Liebe. Doch ihr Bestand ist in den letzten Jahren stark eingebrochen: Die Turteltaube. Jetzt hat die Vogelart einen ganz besonderen Titel erhalten.

 

Umweltschützer haben die Turteltaube (Streptopelia turtur) zum "Vogel des Jahres 2020" gewählt. Zum ersten Mal sei ein Vogel gekürt worden, der als global gefährdete Art auf der weltweiten Roten Liste stehe, teilten der Naturschutzbund (Nabu) und der bayerische Landesbund für Vogelschutz (LBV) am Donnerstag mit. Nabu-Präsidiumsmitglied Heinz Kowalski erklärte mit Blick auf Deutschland: "Seit 1980 haben wir fast 90 Prozent dieser Art verloren, ganze Landstriche sind turteltaubenfrei." Denn die Tiere werden vielerorts stark gejagt. In Deutschland und in der Schweiz stehen die Tiere allerdings unter einem besonderen Schutz, da sie zu den bedrohten Arten gehören. Besonders im Mittelmeerraum fallen Schätzungen zu Folge rund zwei bis drei Millionen Tiere jährlich der Jagd zum Opfer. In vielen südlichen Ländern gelten sie als Delikatesse.

 

Info
Turteltauben gehören zu den wenigen Taubenarten, die auch Zugvögel sind. 

 

Besonderer Ruf der Tiere

 

Turteltauben haben ihren Namen vor allem wegen ihrer Laute, die sie von sich geben ("turr turr"), was sich auch wie eine Art Schnurren anhört. Doch nicht nur deswegen wurde sie damals von Menschen in Volieren gehalten. Ihr besonders gemustertes Gefieder sowie der Volksglaube, dass die Tiere die Krankheiten der Menschen an sich ziehen, sind die vorwiegenden Gründe, weshalb Turteltauben beliebte Hausbewohner wurden. 

 

Häufig werden Verliebte als "Turteltauben" bezeichnet. Da männliche und weibliche Tiere oft unzertrennlich sind, wurde die Bezeichnung auch auf Menschen übertragen. 

 

Turteltauben werden bis zu 30 Zentimeter groß und 160 Gramm schwer. Sowohl die Weibchen als auch die Männchen haben ein auffällige Gefieder. Das der männlichen Tauben glänzt jedoch mehr. 

 

Die Vögel ernähren sich hauptsächlich von Birken- und Erlensamen, Getreidekörnern und Pflanzenteilen wie Wildgräser. Aber auch Pilze, Beeren und andere weiche Früchte stehen auf dem Speiseplan der Tiere. Heute brüteten hierzulande nur noch 12.500 bis 22.000 Paare.

 

 

 


Fritz-Claus Hütte


                                           GESCHICHTE EINES SONNENBLUMENKERNS

 

- Vom Dunkel ins Licht -

 

In einem Lagerschuppen nahe eines Gartens lebte einmal ein zufriedener Sonnenblumenkern. Vielleicht wäre

er dort alt geworden, wenn ihn nicht eines Tages der Gärtner ergriffen hätte, um ihn einzupflanzen.

„Es ist an der Zeit“, sagte er zu ihm. „Heute ist die Stunde gekommen, Dein Leben kennenzulernen – das eigentliche, erfüllte Leben.“

„Deine Worte ängstigen mich.“ entgegnete der Sonnenblumenkern mit zitternder Stimme. „Das Leben kennenzulernen scheint mir nicht so verheißungsvoll zu sein, wie Du es sagst. Es ist ungewiss, was aus mir werden wird. Stimmt es denn, dass man in die tiefe, dunkle Erde muss und ganz schmutzig wird ? In dem Lagerschuppen, in dem ich bisher lebe, ist alles ganz sauber. Ich war bei meinen Freunden und fühlte mich geborgen.“

„Du wirst Dein Leben in dieser sauberen, wohlbehüteten Umgebung nicht finden. Dein Leben will entdeckt und gelebt werden. Du wirst Dich auf die Suche machen müssen, sonst bleibt alles in Dir gefangen. Dein Leben würde nie in Dir aufbrechen und keimen, wenn Du so bleiben willst, wie Du jetzt bist. Du wirst es nur finden, wenn Du die Mühe des Wachstums auf Dich nimmst. Hab Vertrauen; das Leben ist größer und schöner als unsere Angst.“

„Aber wenn Du mich eingräbst, dann sterbe ich in der dunklen Einsamkeit der Erde.“

„Was heißt schon sterben ? - Du siehst es nur von einer Seite. Aus dem Dunkel der Erde wird Dein neues Leben wachsen. Du stirbst nicht, sondern wirst verwandelt. Du  kannst nicht bleiben, was Du jetzt bist. Werde das, was Du wirklich bist !“

„Das klingt fremd für mich, Gärtner.“

„Leben bedeutet nicht zuerst sein, sondern werden, wachsen und reifen. In Dir steckt noch viel mehr, als Du jetzt zu sehen vermagst. Du bist ein Kern voller blühender Zukunft, voll unendlicher Lebensmöglichkeiten, die

tief verborgen in Dir schlafen und nur darauf warten, geweckt zu werden.“

„Aber ist das Licht der Sonne denn nicht genug, um meine Lebenskraft zu wecken ? Warum muss ich in das Dunkel der Erde gelegt werden ?“

„So einfach, wie Du denkst, ist das mit dem Leben nicht. Manches, was Dir heute weh tut und als Unglück erscheint, kann morgen einmal Dein Glück bedeuten. Es ist nicht gerade bequem, die Erfüllung seines

Lebens zu finden. Dein Leben ist eine Aufgabe : Du musst Dich selbst loslassen und etwas wagen, wenn Dein Leben sich in seinem ganzen Reichtum entfalten soll.“

Nachdem er dies gesagt hatte, grub der Gärtner ein Loch und legte den Sonnenblumenkern in die Erde.

Die lange, beschwerliche Zeit des Wachstums begann.

„Jetzt ist es bald zu Ende mit mir. Es hätte so schön sein können, aber nun vergeht mein Leben in der Erde“, dachte der Sonnenblumenkern bei sich.

Doch dann bemerkte er allmählich, wie sich tief in seinem Innern etwas regte und bewegte, von dem er nicht sagen konnte, was es war. Dieses Gefühl versetzte ihn tagelang in Unruhe. Nach traurig düsteren Tagen

durchfuhr ihn ein Schmerz. Dies eröffnete ihm einen neuen Lebensraum. Der Panzer seines bisherigen Lebens war durchbrochen. Der Trieb hatte den Kern und den Erdboden durchdrungen.

„Das meinte also der Gärtner mit Wachstum und Entfaltung ! Wachstum betrifft mein ganzes Wesen. Wachstum bedeutet, die Schale zu durchbrechen, damit sich der Kern, das eigentliche Wesen, entfalten

kann. Wachstum meint also, wesentlich zu werden.“

Sanft streichelten die Sonnenstrahlen den hellgrünen Trieb, der unter den Zärtlichkeiten der Sonne wuchs. Einfühlsam lockten ihn die warmen Strahlen zum Leben. Mit der Zeit bildeten sich immer neue Blätter.

„Noch lebst Du nur für Dich selbst und verwendest Deine ganze Kraft auf die Entfaltung Deines Wesens. Aber bald wirst Du ganz offen sein für das Lächeln der Sonne, für die Vögel, für den Wind und den Regen. Dann kannst Du Deine Kerne weitergeben, damit neues, vielfältiges Leben wachsen kann. Dann wirst Du blühen, kleine Blume und es wird keine einzige Blume im großen Garten geben, die so ist wie Du“, sagte

der Gärtner.

„Ja, es bereitet sich schon vor. Meine Blütenblätter fühlen sich noch zart und verletzlich an.  – Wann ist der Tag gekommen, an dem ich meine Kerne weitergeben muss ?“

„Du wirst so weit in den Himmel hineinwachsen, wie Du in denTiefen der Erde verwurzelt bist. Dann ist Deine Stunde gekommen. Du wirst es spüren.“

Ihre Blätter begannen sich schon auszuspannen und auszudehnen. Sie musste mit aller Kraft drängen und kämpfen, um zur vollen Entfaltung zu gelangen. Das war nicht leicht, es erforderte ebenso viel Mut wie Ausdauer. Jeder neue Kern, der entstand, schmerzte ein wenig. Langsam und vorsichtig tastend

streckte sie ihre gelben Blütenblätter bis in die letzten Fasern. Ein unbekanntes Glücksgefühl durchzitterte sie, und sie empfand sich zum ersten Mal ganz frei. Sie fühlte sich so leicht wie das Licht und zugleich so schwer wie die Erde. Sie spürte, dass Himmel und Erde als eine große Wirklichkeit zusammengehörten.

Und die Sonnenblume dachte an die Worte des Gärtners : 

 

„Was in uns verborgen liegt, soll entfaltet werden,

damit das Leben glückt.“

 

weitere Infos: Wanderplan